Stift Altenburg

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Das Stift Altenburg ist ein Kloster der Benediktiner (OSB) in Altenburg bei Horn im Waldviertel.

[bearbeiten] Geschichte

Das Kloster wurde 1144 durch Gräfin Hildeburg von Boigen-Rebgau gegründet. Bei der Abtwahl am 26. Oktober 1681 erhielt Raymundus Regondi, aus dem kaiserlichen Steinbruch am Leithaberg gebürtig, die meisten Stimmen, am selben Tag erfolgte mit Sondergenehmigung der Hofkanzlei seine Installierung. Während seiner Jahre verwüsteten Türken und rebellierende Ungarn die Abtei.

Unter den Äbten Maurus Boxler und Placidus Much entstand die heutige barocke Klosteranlage. Unter Kaiser Joseph II. war bis 1794 die Aufnahme von Novizen verboten, das Kloster blieb jedoch am Leben. Das Kloster wurde von den Nationalsozialisten 1940 aufgehoben und 1941 enteignet, der Abt verhaftet und der Konvent ausgewiesen. Ab 1945 diente es als Truppenunterkunft für die russische Besatzung. Unter Abt Maurus Knappek (1947-1968) wurde die „Ruine“ wieder renoviert und restauriert.

[bearbeiten] Stiftskirche

Der Patron der Stiftskirche ist der „Hl. Lambert von Maastricht“. In der Kirche mit dem charakteristischen Turm (1820 nach einem Brand in der heutigen Form - auf romanischen Fundamenten ruhend - erbaut) wird das Tun der Mönche mit ihrem Gebet zur Einheit: "ora et labora"! Sie ist der zentrale Raum der barocken Klosteranlage. Sie verbindet den Mönchstrakt im Süden mit dem Gäste- und Verwaltungstrakt im Norden. Die Räumlichkeiten südlich der Kirche sind zum Wald hin ausgerichtet, zur Stille: sie symbolisieren die "contemplatio" des Mönchslebens. Jene nördlich der Kirche sind zur Ortschaft Altenburg hin gewendet, hier sind Gäste und sogar der Kaiser eingeladen. In diesen Teilen des Stiftes leben heute die Sängerknaben, hier befinden sich die Räume für die Pfarre und für die Verwaltung des Klosters, sie symbolisieren die "actio" des Klosterlebens. Die von den Schweden im Dreißigjährigen Krieg zerstörte gotische Klosterkirche wurde von Abt Benedikt Leiß und Maurus Boxler wiederaufgebaut, aber erst unter Abt Placidus Much erfolgte zwischen 1730 und 1733 der großartige Umbau zur Barockkirche. Baumeister Joseph Munggenast und sein Bauleiter Leopold Wißgrill verschonten nach Möglichkeit die gotische Bausubstanz, durch die Überwölbung des Kirchenschiffes mit einer längsovalen Kuppel entstand der heutige Zentralbau. Paul Troger wurde als Freskant für die 4 Kuppeln engagiert, den plastischen Stuck der Stiftskirche schuf Franz Josef Holzinger, die Mamorierungsarbeit Johann Georg Hoppl. Das Hochaltarbild gehört zu dem apokalyptischen Programm der Kirche. Troger malt die Aufnahme Mariens in den Himmel. Das große Orgelwerk stammt von Anton Pfliegler aus Wien und wurde 1773 vollendet.


[bearbeiten] Weblinks


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